
09.07.2026
Ralf Wilms, Mentor und Koordinator an der Gemeinschaftsgrundschule Hardt, brauchte kurzfristig eine Idee für die Lesestunde mit gleich drei Kindern der 4. Klasse. Hier sein Erfahrungsbericht:
Das Projekt mit ‚dem kleinen Prinzen‘ von Antoine de Saint-Exupéry war zunächst ein aus der Not geborener Versuch, drei Schülerinnen, die ich aufgrund einer langwierigen Erkrankung meiner damaligen Mitmentorin für ein halbes Schuljahr übernommen hatte, bis zum Ende ihrer Grundschulzeit etwas bleibendes zu vermitteln. Thea, Hanna und Akvile waren alle zum diesem Zeitpunkt 10 Jahre alt, besuchten die 4. Klasse und galten als gute Schülerinnen. Die bisherige Mentorin hatte jedoch alle Schülerinnen stets gleichzeitig betreut bzw. mit ihnen gemeinsam gelesen, was ich nun für die restliche Zeit nicht ändern wollte. Es musste daher ein Projekt sein, das alle so fordert und fesselt, dass diese bei der Stange bleiben und sich einbringen konnten.
Das Buch „Der kleine Prinz“ umfasste knapp 100 Seiten. Vier Exemplare wurden günstig erworben und jeder hatte ein Buch in der Hand. Zunächst wurde über den Autor gesprochen – der übrigens im gleichen Jahr geboren wurde wie mein Opa – und dann las jede Schülerin einige Seiten von den einzelnen Episoden. Die Erlebnisse und Begegnungen des kleinen Prinzen wurden dann besprochen, sodass jede Schülerin auch ihre eigenen Gedanken vortragen konnte. Jedes Mädchen durfte am Ende des Schuljahres ihr Buch behalten in der Hoffnung, es irgendwann nochmals zur Hand zu nehmen.
Generell bevorzuge ich die 1:1 Betreuung, aber mit diesen Schülerinnen war es ohne Probleme möglich, die nicht ganz „leichte Kost“ zu vermitteln bzw. schmackhaft zu machen.
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